Mensch ärgere Dich nicht länger über Deinen Chef

Irgendwann hatte es mir gereicht. Wirtschaftskrise hin oder her – ich hatte mich zum gefühlten einhundertfünfundneunzigsten Mal über meinen Chef geärgert. Schliesslich verfüge ich als lizenzierte Juristin trotz eines anderen Fachgebiets ebenso über einen akademischen Abschluss wie er und fand, es sei an der Zeit, sich nicht länger als bessere Assistentin behandeln zu lassen.

Permanent wusste er alles besser, auch wenn es in meinen Kompetenzbereich fiel. Vor genau zwei Monaten beschloss ich dem ein Ende zu setzen.

Gesagt, getan. Mit Wut im Bauch googelte ich noch am gleichen Tag, selbstverständlich zu Bürozeiten, nach Stellenangeboten in der Schweiz. Da nur Führungspositionen für mich in Frage kommen und ich keine Lust mehr auf diesen Durchlauferhitzer in der Seilschaft hatte, bin ich zwangslaufig auf dem Jobportal tobjobs.ch für Executive Jobs gelandet.

Ich war fest entschlossen, etwas Besseres zu finden. Zugegebenermassen ist der Stellenmarkt nicht mehr so einfach wie noch vor einigen Jahren, aber zu meiner sehr positiven Überraschung fand ich ein sehr interessantes Stellenangebot ganz in meiner Nähe. In einer Bank suchten sie jemanden mit genau meinem Ausbildungs- und Erfahrungsprofil für ein kleines, junges und dynamisches Team. Wunderbar – Das war fast zu gut um wahr zu sein. Mein Herz begann zu pochen, aber ich musste mich konditionieren, um nicht gleich zu viel zu erwarten. Aber die Vorstellung, endlich meinem ungeliebten Job, insbesondere meinem ungeliebten Chef endgültig “Adieu” zu sagen, war einfach zu gut. Noch am selben Abend habe ich meine Bewerbung online inklusive upgedatetem Lebenslauf abgeschickt. Nach ein paar Tagen kam endlich das erlösende Feedback. Die Personalverantwortlichen hatten meine Bewerbung sehr positiv aufgenommen und ich wurde umgehend zum ersten Vorstellungsgespräch eingeladen. Weitere Runden in den nächsten Wochen folgten und mit zunehmender Konkretisierung ging es mir wieder immer besser und irgendwie konnte ich sogar die kleinen Reibereien besser vertragen. Was soll ich sagen… Ich habe den Job bekommen, auch Dank der guten Tipps für eine professionelle Bewerbung, die sich auf Tobjobs befindet.

Vor ein paar Tagen habe ich meinen alten Job gekündigt und hatte sogar ein recht konstruktives Abschlussgespräch mit meinem Chef. Wir werden im Guten auseinandergehen und irgendwie hatte ich sogar das Gefühl, dass er es ein wenig bedauert, mich zu verlieren. Jedenfalls freue ich mich sehr auf meinen neuen Job und werde bald mit viel frischer Energie durchstarten! Aber erstmal werde ich mir noch Ferien gönnen und ausgiebig die Seele baumeln lassen…:-)

 

Wer einmal richtig schmunzeln will, der sollte sich mal das Buch Nieten in Nadelstreifen, von Günther Otter zu Gemüte führen. Ist zwar nicht neu, aber immer noch brandaktuell ;-)

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