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Konservative Anlagestrategien sind heute mehr als „sexy“

Meine persönliche Anlagestrategie ist erfahrungsgemäss bei meinem Bekanntenkreis häufig auf ein mitleidiges Lächeln gestossen, was dazu geführt hat, dass ich mir abgewöhnt habe, andere damit missionieren zu wollen. Da es sich bei meinen Assets um hart erarbeitetes Geld handelt, habe ich sehr viel Respekt davor und lege es eher auf Sicherheit an, als auf die Maximierung einer kurzfristigen Rendite. So habe ich in meinem Portfolio auch einen beträchtlichen Anteil an Kassenobligationen. Die bringen mir ein bisschen mehr ein als auf dem Girokonto und durch die Staffelung auf verschiedene Laufzeiten, geben sie mir auch ein hohes Mass an Planungssicherheit.

Siehe auch: Kassenobligationen der Bankcoop.ch.

Mein Lebenspartner, mit dem ich nun auch schon einige Jahre zusammen bin, fand meine konservative Anlagestrategie immer äusserst „unsexy“, hat sich aber aufgrund der Tatsache, dass es sich um mein eigenes Geld handelt, weitgehend mit dem Aufdrängen seiner Philosophie zurückgehalten. Dennoch haben wir nie viel über unsere unterschiedlichen Ansätze diskutiert und uns gegenseitig in unserer finanziellen Privatsphäre respektiert.

Als er sich dann vor zwei Jahren an der Börse ziemlich verspekuliert hatte, war er sogar entsprechend froh, dass ich ihm etwas Geld ausleihen konnte, weil er seine Steuer vom Vorjahr begleichen musste, für die er keine sicheren Rücklagen hatte. Selbstverständlich hat er mir das Geld ratenweise zurückgezahlt und ich habe nie auf dem wunden Punkt Anlagestrategie herumgeritten. Der Umgang mit Geld ist eben auch eine Frage der Persönlichkeit.

Wer mit dem Begriff Kassenobligationen nicht viel anfangen kann, sollte sich hier beim Börsenwiki schlaumachen.

Mensch ärgere Dich nicht länger über Deinen Chef

Irgendwann hatte es mir gereicht. Wirtschaftskrise hin oder her – ich hatte mich zum gefühlten einhundertfünfundneunzigsten Mal über meinen Chef geärgert. Schliesslich verfüge ich als lizenzierte Juristin trotz eines anderen Fachgebiets ebenso über einen akademischen Abschluss wie er und fand, es sei an der Zeit, sich nicht länger als bessere Assistentin behandeln zu lassen.

Permanent wusste er alles besser, auch wenn es in meinen Kompetenzbereich fiel. Vor genau zwei Monaten beschloss ich dem ein Ende zu setzen.

Gesagt, getan. Mit Wut im Bauch googelte ich noch am gleichen Tag, selbstverständlich zu Bürozeiten, nach Stellenangeboten in der Schweiz. Da nur Führungspositionen für mich in Frage kommen und ich keine Lust mehr auf diesen Durchlauferhitzer in der Seilschaft hatte, bin ich zwangslaufig auf dem Jobportal tobjobs.ch für Executive Jobs gelandet.

Ich war fest entschlossen, etwas Besseres zu finden. Zugegebenermassen ist der Stellenmarkt nicht mehr so einfach wie noch vor einigen Jahren, aber zu meiner sehr positiven Überraschung fand ich ein sehr interessantes Stellenangebot ganz in meiner Nähe. In einer Bank suchten sie jemanden mit genau meinem Ausbildungs- und Erfahrungsprofil für ein kleines, junges und dynamisches Team. Wunderbar – Das war fast zu gut um wahr zu sein. Mein Herz begann zu pochen, aber ich musste mich konditionieren, um nicht gleich zu viel zu erwarten. Aber die Vorstellung, endlich meinem ungeliebten Job, insbesondere meinem ungeliebten Chef endgültig “Adieu” zu sagen, war einfach zu gut. Noch am selben Abend habe ich meine Bewerbung online inklusive upgedatetem Lebenslauf abgeschickt. Nach ein paar Tagen kam endlich das erlösende Feedback. Die Personalverantwortlichen hatten meine Bewerbung sehr positiv aufgenommen und ich wurde umgehend zum ersten Vorstellungsgespräch eingeladen. Weitere Runden in den nächsten Wochen folgten und mit zunehmender Konkretisierung ging es mir wieder immer besser und irgendwie konnte ich sogar die kleinen Reibereien besser vertragen. Was soll ich sagen… Ich habe den Job bekommen, auch Dank der guten Tipps für eine professionelle Bewerbung, die sich auf Tobjobs befindet.

Vor ein paar Tagen habe ich meinen alten Job gekündigt und hatte sogar ein recht konstruktives Abschlussgespräch mit meinem Chef. Wir werden im Guten auseinandergehen und irgendwie hatte ich sogar das Gefühl, dass er es ein wenig bedauert, mich zu verlieren. Jedenfalls freue ich mich sehr auf meinen neuen Job und werde bald mit viel frischer Energie durchstarten! Aber erstmal werde ich mir noch Ferien gönnen und ausgiebig die Seele baumeln lassen…:-)

 

Wer einmal richtig schmunzeln will, der sollte sich mal das Buch Nieten in Nadelstreifen, von Günther Otter zu Gemüte führen. Ist zwar nicht neu, aber immer noch brandaktuell ;-)

Haben wir eine Hausratsversicherung?

Wieso fragst Du? Nächste Frage: Was genau ist abgedeckt?

Ja und dann geht es los. Wo ist der Versicherungsvertrag abgelegt. Gehören Sie auch zu denjenigen die ihre Ablage nicht im Griff haben? Bevor ich mich darauf stürze alte Papierhaufen zu durchwühlen, greife ich lieber zum Telefon und rufe meinen Kundenberater an. Der Gute kennt mich schon und seit ich zur Zurich Versicherung vor einem Jahr wechselte, habe ich endlich einen netten und kompetenten Kundenberater. Die Hausratversicherung von Zurich habe ich auf meine Bedürfnisse zugestellt zusammengestellt und mein Kundenberater wollte mir nicht noch zusätzliche Versicherungen aufschwätzen, weil er gerade mal wieder einen internen Verkaufskurs besucht hatte, so wie einst als ich meine Versicherungen noch bei der AXA hatte.

Was mich nervt ist allerdings folgendes. Wieso haben nur die Firmenkunden eine Online-Administration für ihre Versicherungsleistungen und wir Privatleute nicht? Dann müsste ich nicht bei jeder Frage anrufen und in der Telefonschleife warten, sondern könnte gleich online nachschauen.

Noch eine Ausbildung oben drauf

Eigentlich war ich eine recht selbstbewusste Person. Das Leben hatte es recht gut mit mir gemeint. Mein Auftreten und meine äusserliche Erscheinung stiessen sowohl in meinem privaten wie auch in meinem beruflichen Umfeld stets auf recht positive Resonanz und liessen sich bisher immer in für mich recht zufriedenstellende Resultate umsetzen. Nach Abschluss meiner Ausbildung als kaufmännische Angestellte hatte ich im selben Betrieb weiterarbeiten können und bereits nach zwei Jahren meine erste Beförderung bekommen. Alles lief glatt und ich hatte mir bis heute nie Gedanken gemacht, bis ich realisierte, dass ich, um weiterhin in diesem Masse Karriere machen zu können, langsam an die Grenzen meiner beruflichen Kompetenz stiess. Man hatte mir mitgeteilt, dass ich für die nächste Beförderungsrunde nicht auf der Liste stand und dies nicht an meinem Einsatz oder meiner Motivation lag, aber dass man sich für eine Position mit noch mehr Verantwortung jemanden mit etwas tieferem fachlichen und akademischen Background wünschte. Da ich keine Lust hatte, mich auf dem bestehenden Niveau für die nächsten kommenden Jahre zu konsolidieren – dafür hatte mir der bisherige Aufstieg viel zu viel Spass gemacht – begann ich im Internet nach Möglichkeiten zu suchen, mich weiterzubilden. Ich suchte nach einer Business School im Raum Zürich und stiess auf die Seite der Hochschule für Wirtschaft Zürich. Beispielsweise bot sich hier die Möglichkeit berufsbegleitend ein weitere Ausbildung zu machen. Das Bachelor Studium würde mir bestimmt, nach erfolgreichem Abschluss, weitere Karriereperspektiven eröffnen. Das Studienpensum erlaubte es, zu 80% zu arbeiten, was mir weiterhin ein stetiges Einkommen ermöglichen würde. Aus der Sicht meines Arbeitgebers müsste dieser Schritt auch zu einer Win-Win Situation führen.

Zudem bot sich die Möglichkeit, darauf aufbauend oder zu einem späteren Zeitpunkt einen Master of Advanced Studies zu machen. Die Möglichkeiten, sich stetig weiter zu entwickeln waren also offen. Gleichzeitig konnte ich weiterhin in meinem Umfeld bleiben, da mir eine Fachhochschule im Raum Zürich all diese Optionen bot. Meiner weiteren Karriere stand also nichts mehr im Wege.

Hier ist auch die Erklärung im Wiki, was ist überhaupt eine Master of Advanced Studies. Das war bestimmt wieder eine Erfindung aus Amerika, um uns Europäer auf ihre Seite zu bekommen.