Archiv für August 2012

Konservative Anlagestrategien sind heute mehr als „sexy“

Meine persönliche Anlagestrategie ist erfahrungsgemäss bei meinem Bekanntenkreis häufig auf ein mitleidiges Lächeln gestossen, was dazu geführt hat, dass ich mir abgewöhnt habe, andere damit missionieren zu wollen. Da es sich bei meinen Assets um hart erarbeitetes Geld handelt, habe ich sehr viel Respekt davor und lege es eher auf Sicherheit an, als auf die Maximierung einer kurzfristigen Rendite. So habe ich in meinem Portfolio auch einen beträchtlichen Anteil an Kassenobligationen. Die bringen mir ein bisschen mehr ein als auf dem Girokonto und durch die Staffelung auf verschiedene Laufzeiten, geben sie mir auch ein hohes Mass an Planungssicherheit.

Siehe auch: Kassenobligationen der Bankcoop.ch.

Mein Lebenspartner, mit dem ich nun auch schon einige Jahre zusammen bin, fand meine konservative Anlagestrategie immer äusserst „unsexy“, hat sich aber aufgrund der Tatsache, dass es sich um mein eigenes Geld handelt, weitgehend mit dem Aufdrängen seiner Philosophie zurückgehalten. Dennoch haben wir nie viel über unsere unterschiedlichen Ansätze diskutiert und uns gegenseitig in unserer finanziellen Privatsphäre respektiert.

Als er sich dann vor zwei Jahren an der Börse ziemlich verspekuliert hatte, war er sogar entsprechend froh, dass ich ihm etwas Geld ausleihen konnte, weil er seine Steuer vom Vorjahr begleichen musste, für die er keine sicheren Rücklagen hatte. Selbstverständlich hat er mir das Geld ratenweise zurückgezahlt und ich habe nie auf dem wunden Punkt Anlagestrategie herumgeritten. Der Umgang mit Geld ist eben auch eine Frage der Persönlichkeit.

Wer mit dem Begriff Kassenobligationen nicht viel anfangen kann, sollte sich hier beim Börsenwiki schlaumachen.